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Veröffentlicht am: Sportmeldung

Weltmeisterschaften im Bahnradsport: Hackmann sorgt für Sensation, Friedrich holt Doppel-Edelmetall

Bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften (WM) 2026 im chinesischen Shanghai haben die Athletinnen und Athleten der Bundespolizei einmal mehr ihre internationale Klasse unter Beweis gestellt. Lea Sophie Friedrich, Henric Hackmann und Alessa-Catriona Pröpster lieferten sich packende Duelle mit der Weltelite und sorgten für sportliche Highlights.

Bundestrainer Jan van Eijden zog am Ende ein sehr positives Fazit der gesamten Titelkämpfe: „Wir können sehr zufrieden sein“, bilanzierte der Coach im Hinblick auf das starke Abschneiden des deutschen Kaders.

Henric Hackmann düpiert viermaligen Weltmeister

Für einen sportlichen Paukenschlag sorgte Henric Hackmann. Nachdem der 23-jährige Bundespolizist zum WM-Auftakt im Teamsprint zusammen mit Nik Schröter und Luca Spiegel den Einzug in die Hauptrunde in 42,953 Sekunden hauchdünn verpasste, zündete er im Einzelwettbewerb den Turbo.

Bereits in der Qualifikation untermauerte Hackmann seine exzellente Form, als er die 200 Meter in herausragenden 9,546 Sekunden absolvierte und damit die sechstschnellste Zeit auf das Holz legte. Die Sensation perfekt machte er im Achtelfinale: In einem packenden Duell bezwang er den niederländischen Top-Favoriten – und viermaligen Sprint-Weltmeister Jeffrey Hoogland – und warf ihn vorzeitig aus dem Turnier. Im Viertelfinale musste sich Hackmann dem Vizeweltmeister Nicholas Paul (Trinidad und Tobago) geschlagen geben.

Heimtrainer Frank Ziegler bilanzierte begeistert: „Henric hat sich in der Weltspitze festgesetzt; sein sechster Platz ist ein Riesenerfolg für ihn und unsere Trainingsarbeit.“

Doppeltes Edelmetall für Lea Sophie Friedrich

Für die erfahrene Ausnahmesprinterin Lea Sophie Friedrich entwickelten sich die Titelkämpfe zu einer Nervenschlacht. Ihre erste Medaille feierte sie im Teamsprint: Gemeinsam mit Clara Schneider und Pauline Grabosch bezwang sie im kleinen Finale das russische Trio und sicherte sich die Bronzemedaille.

Der emotionale Höhepunkt folgte am Abschlusstag im olympischen Keirin. Nach einer souveränen Vorstellung in den Vorrunden zog Friedrich als Favoritin ins Finale ein. Dort kam es zu einem dramatischen Finish, das erst per Zielfoto entschieden werden konnte: Nach einem fulminanten Sprint überquerte Friedrich die Linie fast zeitgleich mit Alina Lysenko (als neutrale Athletin am Start). Nur um wenige Millimeter verpasste die Bundespolizistin das oberste Podest und feierte nach diesem packenden Duell den Vize-Weltmeistertitel.

Wichtige Erfahrungen für Pröpster

Großen Kampfgeist bewies Alessa-Catriona Pröpster, die sich der harten Konkurrenz im Keirin-Wettbewerb stellte. Nach einem intensiven Erstrundenlauf musste sie den Umweg über die Hoffnungsläufe nehmen. Dort verpasste sie das Halbfinale in einem engen Sprint nur knapp und beendete das WM-Turnier im Gesamtklassement auf dem 19. Platz. Trainer Frank Ziegler sieht hier wertvolle Ansätze für die Zukunft: „Mal sehen, wo die Reise hingeht. Alessa ist etwas zu passiv gefahren, sie muss künftig mehr die Führungsrolle übernehmen und darf nicht abwarten.“

Mit diesen starken Leistungen haben die Bundespolizistinnen und -polizisten ein dickes Ausrufezeichen im Hinblick auf die kommenden Olympischen Spiele in Los Angeles gesetzt.

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