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Veröffentlicht am: Sportmeldung

Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport und Rudern

Kanu-Rennsport: Kajak-Vierer mit perfektem Rennen

Am dritten Wettkampftag der Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften (WM) auf dem Maltasee im polnischen Poznań verteidigte der Kajak-Vierer (K4) mit Schlagmann Max Rendschmidt seinen Weltmeistertitel über 500 Meter.

Der K4 der Männer ist das Paradeboot des Deutschen Kanu-Verbands. Das Team Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz, das schon 2024 Olympia-Gold in Paris geholt hatten, setzte sich im Finale souverän gegen Australien und Portugal durch.

Bundestrainer Hanisch lobte die Form des Teams: „Also feststeht, dass wir hier alle Sportler mit einer super Form hergebracht haben (...) Wir sind genau da zur Weltmeisterschaft, wo es 1,5-fache Punkte für die Olympia-Qualifikation gibt, fit und vorne. Und das haben die Jungs sich auch hart erkämpft über diese Saison.“

Bundespolizist Max Rendschmidt unterstrich die Bedeutung für die Zukunft: „Alle Jungs haben ihren Job richtig, richtig gut gemacht und es hat extrem viel Spaß gemacht (...) Ich glaube, es gibt uns einfach Motivation, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass wir auch in den nächsten zwei Jahren noch diesen Weg weiter folgen bis zu den Olympischen Spielen.“

 

Rudern: Deutscher Doppelvierer gewinnt WM-Silber

Nach seinem starken Auftritt bei der Europameisterschaft (EM) hat sich der deutsche Männer-Doppelvierer im Rudern auch bei der WM bewährt. Bei den Titelkämpfen in Amsterdam musste sich das Team um den erst 19-jährigen Schlagmann Ole Hohensee auf der Bosbaan nur dem italienischen Titelverteidiger geschlagen geben und sicherte sich damit Silber. Großbritannien belegte Rang drei.

„Es war ein geiles Rennen. Es war super gefahren. Jeder Spurt hat gesessen, jede Idee, die wir taktisch hatten, ist aufgegangen. Am Ende war es ein kleiner Funke, der uns gefehlt hat. Das ist Motivation, um nächstes Jahr mit dem gesamten Team daran zu arbeiten“, erklärte Bugmann Marc Weber. Trainer Francesco Fossi zeigte sich zufrieden: „Wir sind sehr glücklich. Auf so einem Moment haben wir das ganze Jahr hingearbeitet.“

Schnellste deutsche Doppelvierer-Zeit
Mit einem couragierten Rennen übernahm das deutsche Quartett zunächst die Führung und hielt diese lange. Erst auf den letzten 500 Metern zog Italien vorbei und holte sich erneut den Titel. Für die Deutschen ist Silber dennoch ein großer Erfolg: Erst vor rund vier Wochen hatte das Boot bei der EM im italienischen Varese überrascht und erstmals seit dreizehn Jahren wieder EM-Gold gewonnen.

Mit 5:34,46 Minuten war der Doppelvierer trotz schwieriger Windverhältnisse auf der Regattastrecke am Rande der niederländischen Hauptstadt sogar schneller als in Italien (5:37,21). Laut Trainer Eric Johannesen handelte es sich um die schnellste Zeit, die ein deutscher Doppelvierer je gefahren ist.

Deutschland-Achter verpasst WM-Podium knapp
Der Männer-Achter verfehlte die erste WM-Medaille seit 2019 nur knapp. Das einstige Flaggschiff des Deutschen Ruderverbands um Olaf Roggensack lag auf den ersten 500 Metern noch in der Spitzengruppe, fiel im weiteren Verlauf jedoch zurück.

In einem spannenden Foto-Finish holte sich Gastgeber und Titelverteidiger Niederlande mit Weltbestzeit von 5:17,57 Minuten Gold, vor Olympiasieger Großbritannien und Australien. Damit unterboten die Niederländer die bisherige Bestmarke, die 2017 der Deutschland-Achter aufgestellt hatte. Das deutsche Boot kam nach 2.000 Metern in 5:20,71 Minuten ins Ziel und lag nur rund 2,5 Sekunden hinter den Medaillenrängen.

Auch Riemen-Vierer ohne Medaille
Im Riemen-Bereich blieb Deutschland ebenfalls ohne Edelmetall. Der zuletzt mit EM-Bronze ausgezeichnete Männer-Vierer mit René Schmela wurde beim Sieg der USA Vierter und lag rund fünf Sekunden hinter den Medaillenplätzen.
 

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