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Nachgefragt
Warum bist Du zufrieden?
BUNDESPOLIZEI kompakt 04|2025
Diese Frage stellte kompakt einigen Angehörigen der Bundespolizei. So verschieden die Dienststellen und Tätigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, so unterschiedlich waren auch deren Antworten. Doch eines eint sie alle: der Arbeitgeber und Dienstherr Bundespolizei. Aber lesen Sie selbst …

Daniela Hesse, Kontroll- und Streifenbeamtin in der Bundespolizeiinspektion Deutsche Bundesbank
„Ausschlaggebend für einen zufriedenen Dienstalltag sind für mich die Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich arbeite. Der Zusammenhalt, der kameradschaftliche Umgang und die Wertschätzung in unserer Dienstgruppe sind stark ausgeprägt. Das bildet die Grundlage einer guten Teamarbeit, die für mich persönlich essenziell wichtig ist.
Erfüllend finde ich zudem meine Aufgabe, den Goldschatz in der Deutschen Bundesbank zu sichern. Damit leiste ich einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Sicherheit unseres nationalen Finanz- und Wertesystems.“

Leonie Hüge, Ausbilderin 2. Dienstjahr im Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Bamberg
Ich kam 2019 vom Flughafen Frankfurt am Main nach Bamberg mit dem Ziel, mich persönlich und dienstlich weiterzuentwickeln. Ich wurde in ein Team aufgenommen, in dem alle Freude daran haben, Werte und Wissen an die Auszubildenden weiterzugeben und deren positive Entwicklung zu fördern. Ich gehe jeden Tag sehr gern zur Arbeit und akzeptiere, dass ich nicht alles ändern kann. Ich fokussiere mich stattdessen auf die Dinge, die ich selbst in der Hand habe, und versuche, dort ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Andreas Will, Kontroll- und Streifenbeamter, Bundespolizeiinspektion Würzburg
Mir gefällt die überschaubare Größe unserer Inspektion. Sie macht es möglich, dass jeder jeden kennt. In meiner Dienstgruppe fühle ich mich wertgeschätzt, wir sind ein gutes Team. Als „Senior“ gebe ich meine Erfahrung und mein Wissen an die Jüngeren weiter. Zugleich lerne ich Neues von ihnen, es ist ein Geben und Nehmen. Ein großes Plus ist außerdem die räumliche Nähe zwischen meinem Wohnsitz und meiner Dienststelle – so verliere ich beim Hin- und Herfahren kaum kostbare Freizeit.

Hendric Nickel, Gruppenleiter, Bundespolizeiinspektion Flughafen Frankfurt am Main IV
Meine Aufgabe als Gruppenleiter ist vielfältig und sinnstiftend. Ich übernehme Verantwortung und begleite täglich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Entwicklung. Meine Dienststelle fördert Engagements für die Bundespolizei. Dadurch habe ich die Möglichkeit, mich bei der Nachbereitung von belastenden Einsatzsituationen für die Kolleginnen und Kollegen als Peer, im Auswahldienst oder bei Schulungen weiter selbst zu verwirklichen.

Yvonne Conrad-Hebel,
Besonders schätze ich den Umgang mit den Kollegeninnen und Kollegen, der die Arbeit vielfältig gestaltet. Für mich ist der berufliche Alltag im Schichtdienst spannend und abwechslungsreich. Ich freue mich, wenn ich bemerke, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gern zum Dienst kommen. Mein Motto lautet „Geben und Nehmen“.
Ich versuche, zu verändern, was ich kann, und akzeptiere, worauf ich keinen Einfluss habe. Auch nach 32 Jahren bin ich immer noch gern Bundespolizistin, da diese Behörde Möglichkeiten bietet, die man woanders nicht findet.

Mario Bucher, Verwaltungsbeamter in der Bundespolizeidirektion Stuttgart
Die Bundespolizei ist für mich nicht nur ein sicherer Arbeitgeber, sondern sie bietet auch jungen Menschen Aufstiegsmöglichkeiten und eine Vielzahl verschiedener Tätigkeitsfelder. Ich habe meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten 2012 begonnen und bin mittlerweile im gehobenen Dienst in der Stabsstelle Controlling angekommen – wer weiß, was die Zukunft noch mit sich bringt. Als Familienvater weiß ich die flexible Dienstgestaltung und das mobile Arbeiten zu schätzen. Auch wenn hinsichtlich der Modernisierung noch Luft nach oben ist, ist das nicht für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter im öffentlichen Dienst selbstverständlich.

Enrico Scholl, Systemadministrator im Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Bamberg
Durch die Folgen eines Verkehrsunfalls wurde ich Mitte der 1990er Jahre polizeidienstuntauglich. Ich wechselte in die Verwaltungslaufbahn und fand eine Verwendung im Personalbereich des Grenzschutzpräsidiums Süd in München. Zufrieden war ich damit jedoch nicht, denn ich wollte Polizist sein. Ich konnte die ärztliche Entscheidung nicht nachvollziehen. Ich fühlte mich voll leistungsfähig, was durch andere Ärzte bescheinigt wurde.
Mit dem Wechsel in das Fachgebiet Informations- und Kommunikationstechnik habe ich heute eine Aufgabe gefunden, die mich erfüllt. Durch meine Tätigkeit als Rettungssanitäter in meiner Freizeit lernte ich zudem, die positiven Aspekte meines Lebenswegs zu schätzen. Dadurch konnte ich mit meiner Vergangenheit Frieden schließen und bin heute zufrieden.

Enrique Escosa-Jung, Tarifbeschäftigter in der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Frankfurt am Main
„Ich habe einen Arbeitsplatz gefunden, bei dem ich einfach ich selbst sein darf. Nach einer Hirntumor-Diagnose im Kindesalter lebe ich auch heute noch mit Einschränkungen. Ich musste erfahren, wie schwer es ist, eine Anstellung zu bekommen oder für seine Tätigkeit geachtet zu werden. In der Bundespolizei arbeite ich in einem verständnisvollen Team, erlebe Wertschätzung und übernehme Verantwortung – mit Vertrauen in meine Fähigkeiten.“
Sascha Günther, Kontroll- und Streifenbeamter in der Bundespolizeiinspektion
Flughafen Frankfurt am Main II und Karikaturist der kompakt

Gerald Herz, Präventionsbeauftragter der Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof
Vor elf Jahren wechselte ich in die Präventionsarbeit – und es war die richtige Entscheidung. Ich kann eigenverantwortlich arbeiten, lerne stetig Neues hinzu und entwickle mich beruflich und persönlich weiter – hatte ich vor dieser Tätigkeit doch noch nie eine Schulklasse unterrichtet. Es gab und gibt durchaus Hürden, die mich fordern, aber nicht überfordern. Meine Arbeit lässt mich Energie tanken, statt mich auszubrennen, weil ich sie als sinnvoll empfinde. Zu meinen Kolleginnen und Kollegen habe ich ein sehr gutes Verhältnis, was zu einem zusätzlichen Glücksgefühl beiträgt.

Marwin Irrgang, Gruppenleiter in der Bundespolizeiinspektion Stralsund
Bereits während meines Praktikums in Stralsund im Sommer 2022 habe ich Herzlichkeit und ein gutes Arbeitsklima erfahren. Das war ein entscheidender Punkt für den Wechsel meines Dienstortes.
Seit 2023 bin ich als Gruppenleiter im Bundespolizeirevier Mukran eingesetzt. In meinem Team fühle ich mich durch Loyalität, Professionalität und Freundschaft gut aufgehoben. Durch die gemeinsamen Einsätze wächst auch mein Zugehörigkeitsgefühl. Das ist mir im Dienstalltag sehr wichtig.


